Konzept - Distanzlernen

Konzept der KGS Edith Stein zum Distanzunterricht in Corona-Zeiten

(Stand 08.08.2020, ergänzt am 08.01.2021)

0. Vorwort
Die Corona-Pandemie birgt das Risiko, dass Schulen noch einmal komplett oder teilweise geschlossen werden müssen, dass Kinder, Lehrkräfte oder sonstiges Personal in Quarantäne gesetzt werden oder Kinder und Lehrkräfte die Schule aus gesundheitlichen Gründen nicht besuchen dürfen. Für diese Fälle müssen wir gewappnet sein und einen gemeinsamen Plan verfolgen.
Aus den Erfahrungen der Schulschließungen und der Zeit des partiellen Präsenzunterrichts im Schuljahr 2019/20 haben wir gelernt und uns auf relevante Aspekte des Distanzunterrichts und der Beziehungsarbeit geeinigt. Diese Erfahrungen greifen wir nun auf und nutzen wir, um bei weiterem notwendig werdenden Distanzunterricht darauf zurückzukommen.

 

1. Ausgangslage der Schule
An unserer Schule unterrichten 15 Lehrkräfte und 1 Lehramtsanwärterin, die aktuell alle eingesetzt werden können. Alle Lehrkräfte haben Zugang zu privaten oder schulischen PC, verfügen über E-Mail-Adressen und haben einen sdui-Zugang. Die Schule verfügt über Lizenzen für Antolin, Anton und die Lernwerkstatt.
Unsere Medienbeauftragten und einige Lehrkräfte können padlets und Erklärvideos erstellen. Interessierte Kolleginnen können sich bei ihnen Unterstützung holen.
Ein IPad-Koffer soll zu Beginn des Schuljahres 2020/21 geliefert werden, ebenso ist eine Kamera beantragt, um in einem Klassenraum eine Art Filmstudio für Erklärvideos einzurichten. Beides ist bisher nicht erfolgt, auch die Auslieferung der Endgeräte für Lehrkräfte lässt noch auf sich warten.

 

2. Ausgangssituation der häuslichen Lernumgebung
Aus den Schilderungen vieler Kinder wissen wir, dass ein ruhiges häusliches Arbeiten nicht in allen Familien gegeben ist. Gerade in kinderreichen Familien oder Familien mit Kindern im Kindergartenalter war es sehr schwierig für unsere SchülerInnen Zeiten zu finden, in denen sie unabgelenkt arbeiten konnten. PC/ Tablets und Drucker sind bei weitem nicht in allen Familien vorhanden; Smartphones hingegen schon. Diese stehen aber nur in den seltensten Fällen den Kindern durchgängig zur Verfügung oder können eigenständig verwendet werden.
Die Erreichbarkeit der Eltern/ Kinder erfolgte bisher über E-Mail und Telefon; ab der Einführung von sdui (August 2020) soll nur darauf zurückgegriffen werden. Die Eltern sind mit sdui vertraut und nutzen diese App. Telefonate ergänzen die sdui-Kommunikation.
Zu Beginn des Schuljahres 2020/21 streben wir an, von allen Eltern eine datenschutzrechtliche Einwilligung zur Verwendung von Bild- und Tonaufnahmen des Unterrichts zu erhalten, um ggf. Kinder im Distanzunterricht mit „Live-Material“ aus dem Unterricht versorgen zu können. Die Einwilligungen liegen den Klassenleitungen vor; nicht in allen Klassen wird man auf diese Möglichkeiten zurückgreifen können.

 

3. Absprachen zum Distanzunterricht
3.1 Unterrichtsverteilung
Wenn es notwendig wird, dass nur partiell Präsenzunterricht erteilt werden kann, wägen wir je nach Zeitpunkt im Schuljahr ab, welche Klassen bzw. Jahrgänge wie oft Unterricht erhalten. So kann es z.B. zum Schuljahresbeginn wichtiger sein, die Erstklässler häufiger kommen zu lassen, während im Herbst die Viertklässler bevorzugt werden müssten, um noch Informationen zur Erstellung der Empfehlungsschreiben sammeln zu können. Angestrebt wird eine möglichst gerechte Verteilung aller Unterrichtskapazitäten.
3.2 Feedback
Wird Distanzunterricht notwendig, ist dieser verpflichtend. In der vergangenen Zeit hat es sich bewährt und wird somit fortgesetzt, dass die Lehrkräfte montags, mittwochs und freitags Kontakt zu den Familien aufnehmen. Dies erfolgt in Form asynchroner Kommunikation (E-Mail, sdui-News, Briefe, Sprachnachrichten, Videos, Materialmappen etc.), um den mit der Betreuung und Beschulung ihrer Kinder herausgeforderten Familien zeitliche Spielräume zu lassen. Im ab Januar 2021 zu erteilenden Distanzunterricht nimmt jede Klassenleitung einmal wöchentlich persönlich Kontakt zu jeder Familie/ jedem Kind auf (sdui-Videokonferenz, Telefonat, Chat), fragt Bedürfnisse ab und gibt Feedback zu den Aufgaben des Wochenplans. Aufgaben, zu denen ein gezieltes Feedback erwünscht wird, können in den Abgabeordner bei sdui geladen werden. Auch hier gilt es, große Zeitspannen als Abgabezeitraum anzugeben, um zusätzlichen Stress in den Familien zu vermeiden.
Sdui-Videokonferenzen werden für Kinder, sofern die Technik es zulässt, angeboten. Ein Ausweichen auf andere Videokonferenz-Tools soll aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erfolgen.
3.3 Study halls
Study halls sind bisher nicht eingerichtet gewesen. Sollte es aber zu Distanzunterricht kommen, haben die Klassenlehrerinnen im Kopf, welche Kinder von betreuten Arbeitsmöglichkeiten profitieren würden, so dass wir – nach den jeweils gültigen Corona-Bestimmungen – solche einrichten können.3. Absprachen zum Distanzunterricht
3.1 Unterrichtsverteilung
Wenn es notwendig wird, dass nur partiell Präsenzunterricht erteilt werden kann, wägen wir je nach Zeitpunkt im Schuljahr ab, welche Klassen bzw. Jahrgänge wie oft Unterricht erhalten. So kann es z.B. zum Schuljahresbeginn wichtiger sein, die Erstklässler häufiger kommen zu lassen, während im Herbst die Viertklässler bevorzugt werden müssten, um noch Informationen zur Erstellung der Empfehlungsschreiben sammeln zu können. Angestrebt wird eine möglichst gerechte Verteilung aller Unterrichtskapazitäten.
3.2 Feedback
Wird Distanzunterricht notwendig, ist dieser verpflichtend. In der vergangenen Zeit hat es sich bewährt und wird somit fortgesetzt, dass die Lehrkräfte montags, mittwochs und freitags Kontakt zu den Familien aufnehmen. Dies erfolgt in Form asynchroner Kommunikation (E-Mail, sdui-News, Briefe, Sprachnachrichten, Videos, Materialmappen etc.), um den mit der Betreuung und Beschulung ihrer Kinder herausgeforderten Familien zeitliche Spielräume zu lassen. Im ab Januar 2021 zu erteilenden Distanzunterricht nimmt jede Klassenleitung einmal wöchentlich persönlich Kontakt zu jeder Familie/ jedem Kind auf (sdui-Videokonferenz, Telefonat, Chat), fragt Bedürfnisse ab und gibt Feedback zu den Aufgaben des Wochenplans. Aufgaben, zu denen ein gezieltes Feedback erwünscht wird, können in den Abgabeordner bei sdui geladen werden. Auch hier gilt es, große Zeitspannen als Abgabezeitraum anzugeben, um zusätzlichen Stress in den Familien zu vermeiden.
Sdui-Videokonferenzen werden für Kinder, sofern die Technik es zulässt, angeboten. Ein Ausweichen auf andere Videokonferenz-Tools soll aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erfolgen.
3.3 Study halls
Study halls sind bisher nicht eingerichtet gewesen. Sollte es aber zu Distanzunterricht kommen, haben die Klassenlehrerinnen im Kopf, welche Kinder von betreuten Arbeitsmöglichkeiten profitieren würden, so dass wir – nach den jeweils gültigen Corona-Bestimmungen – solche einrichten können.                                                                                                                                                 3.4 Lehrkräfte-Teams
An unserer Schule arbeiten die jahrgangsbezogenen Klassen- und Fachlehrerteams sehr eng zusammen, ebenso ist die LAA gut mit ihren Mentoren vernetzt, so dass auch bei notwendigem Distanzunterricht Verlass darauf ist, dass Absprachen inhaltlicher, organisatorischer und sozialer Art im Rahmen des pädagogisch Sinnvollen getroffen werden. Absprachen können nun auch über sdui erfolgen.
Sollte es in den Teams Klärungsbedarf geben über zu treffende Absprachen/ Arbeitsverteilung, steht die Schulleitung gerne moderierend zur Seite.
Die Jahrgangsteams sprechen sich bei der Erstellung der Wochenpläne ab. Die Fachlehrer sind seit dem Stundenplanwechsel Ende Oktober festen Lerngruppen zugeteilt und unterstützen in diesen den Distanzunterricht.
3.5 Lernerteams
Für Kinder, die zu Hause bleiben müssen, bestimmt die Klassenlehrerin 1- 2 Paten, die regelmäßig mit dem zu Hause bleibenden Kind kommunizieren. Hier wird es hilfreich sein, die Eltern ebenfalls über die Patenschaft zu informieren, damit die Kommunikation unterstützt wird.
3.6 Lehrkräfte mit Attest
Lehrkräfte, die nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können, übernehmen:
– die Erteilung des Distanzunterrichts für Kinder, die nicht in die Schule dürfen
– die Aufbereitung von Unterrichtsmaterial für die im Präsenzunterricht agierenden KollegInnen
– Korrekturarbeiten
– Begleitung von zu Hause bleibenden Kindern (regelmäßige Telefonate)

– Sonstige von der SL erteilte Dienstaufgaben                                                                                                                                                                                                                                                                    3.7 Praxissemesterstudenten
Praxissemesterstudenten dürfen mit Kleingruppen arbeiten, Kinder individuell fördern, das Verteilen und Einsammeln von Material übernehmen und Arbeits-/Wochenpläne entwickeln und überprüfen. Ggf. vorhandene digitale Kompetenzen sollen sie gerne in die Schule einbringen.
3.8 LAA
LAA können bei Bedarf und nach Absprache aufstocken und werden bei einer möglichen Schulschließung verantwortlich mit einbezogen. Die AKO sorgt in Absprache mit der SL für Einsatzmöglichkeiten.

 

4. Rahmenbedingungen der Kommunikation
4.1 im Kollegium
Dem Kollegium stehen sdui (Nachrichten und Videotelefonie), E-Mail und Telefonate als gängige Kommunikationsmittel zur Verfügung.
Protokolle aller Dienstbesprechungen und Konferenzen werden an zu Hause bleibende Kollegen weitergeleitet. Bei Bedarf ist über Videokonferenzen nachzudenken. Während des Distanzunterrichts wird zur Vermeidung von Präsenzen im Schulgebäude nur auf Videokonferenzen zurückgegriffen. Diese werden angekündigt und sind verpflichtend.
4.2 mit SuS
Im Falle des Distanzunterrichts werden alle Kinder montags, mittwochs und freitags von den Lehrkräften in Form asynchroner Kommunikation kontaktiert. Anders als bisher muss eine Rückmeldung zu den bearbeiteten Materialien erfolgen. Um Kontakte und Mobilitäten zu reduzieren, wird eine Abgabe von Arbeitsmaterialien in der Schule sowie die Einrichtung von Sammelstellen vermieden. Durch regelmäßige telefonische Kontaktaufnahme, besteht die Möglichkeit mit den SuS über ihre Aufgaben zu sprechen und ihnen so eine Rückmeldung zu geben. Außerdem soll nach der Beendigung des Distanzunterrichts eine Würdigung der bearbeiteten Materialien erfolgen. Die Lehrkräfte sind für Eltern und Schüler während des Distanzunterrichts ansprechbar und reagieren zeitnah auf Fragen und Bedürfnisse. Hierbei darf jede Lehrkraft individuell festlegen, ob sie feste Sprechzeiten hat oder auf Nachrichten reagiert.
Die Wochenpläne für die kommende Woche werden freitags bis 18 Uhr bereitgestellt, um Eltern am Wochenende die Möglichkeit zu geben, mit ihren Kindern die Materialien zu sichten und zeitlich einzuteilen.
4.3 mit Eltern
Die Schulleitung und Lehrkräfte informieren die Eltern bei allen relevanten Neuerungen über sdui. Über sdui oder das Sekretariat können Telefonsprechzeiten vereinbart werden. Bei mehr als zwei Wochen
Schulschließung legt jede Lehrkraft feste Kommunikationsformen fest und nimmt von sich aus einmal wöchentlich Kontakt zu jeder Familie auf.
4.4 mit Externen
Die Kommunikation mit externen Partnern erfolgt wie bisher unter den jeweils gültigen Corona-Bedingungen. Fortbildungen können als Online-Formate durchgeführt werden.
4.5 mit Schulaufsicht und Schulkonferenz
Bei einer Schulschließung informiert die Schulleitung die Schulaufsicht und die Schulkonferenz und legt diesen Plan vor.

 

5. Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung
Klassenarbeiten werden nur im Präsenzunterricht geschrieben. Die Leistungen aus dem Distanzunterricht müssen mit in die Bewertung einfließen und die zu Hause erarbeiteten Inhalte können Gegenstand in Klassenarbeiten sein. Die Fachkonferenzen passen die Grundsätze der Leistungsbewertung an und informieren darüber Eltern und SchülerInnen; die SL informiert die Schulkonferenz und Schulpflegschaft.
Das (Telefon)Gespräch über Lernprozesse soll stärker berücksichtigt werden als die reinen Lernprodukte, da die Herstellung dieser (mit Hilfe/ alleine) nicht nachvollziehbar ist.
Die Lehrkraft gibt unbedingt Feedback, welches den jeweiligen Leistungsstand und Hinweise zur weiteren Förderung enthält.

 

6. „Distanzgruppe“
Wenn Distanzunterricht notwendig wird, beruft die SL die Schulkonferenz ein, um Vorgänge transparent zu machen. In Lockdown-Situationen erfolgt diese Information über sdui.

 

7. Zwischen Präsenz- und Distanzunterricht
Wir sind uns bewusst, dass jederzeit ein Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht notwendig werden kann. Dies macht noch stärker als sonst erforderlich, dass (vor allem die Erstklässler) zügig an Methoden des selbstständigen Lernens und der Selbstkontrolle herangeführt werden. Die Arbeits-/ Wochenplanarbeit bietet sich hier vor allem an. Bei einer Schulschließung ist die Beziehungsarbeit von entscheidender Bedeutung. Der dann zu bearbeitende Arbeits-/ Wochenplan sollte Pflicht- und Wahlaufgaben enthalten und an die jeweilige Klassensituation angepasst sein (z.B. ggf. Lernapps nur im Wahlbereich). Das Feedback durch die Lehrkraft ist verpflichtend. Bei allen Planungen ist zu berücksichtigen, dass wir Kinder aus allen Jahrgängen in der Notbetreuung an ihren Aufgaben arbeiten lassen müssen, dass es Kinder gibt, die zu Hause rundum schulisch betreut werden und Kinder, die schulisch (überwiegend) auf sich allein gestellt sind. Zudem sind die Möglichkeiten digital arbeiten zu können sehr unterschiedlich. Somit muss jeder Wochenplan für alle Lesenden verständlich sein und sich zunächst auf die Hauptfächer konzentrieren.

 

8. Fortbildungsplanung
Die Fortbildungsplanung erfolgt gemäß den aktuell gültigen Coronabedingungen. Externe Lehrerfortbildungen können besucht werden, wenn diese stattfinden. Webinare stellen je nach Themengebiet eine gute Alternative dar. Externe Referenten für unseren pädagogischen Tag können nur eingeladen werden, wenn
Rücktrittsmöglichkeiten vom Vertrag bestehen, sollte sich die Corona-Situation verschärfen.
Im Bereich der Medienentwicklung greifen wir auf die vorhandene Expertise einzelner Kolleginnen zurück. Ebenso halten wir den Punkt „Best-practice-Beispiele“ in jeder Lehrerkonferenz bei.

 

9. Notbetreuung
Für die Notbetreuung melden die Eltern ihre Kinder zu angegebenen Zeitfenstern telefonisch bei der Schulleitung an. Die Teilnahme an der Notbetreuung wird täglich mit Zeitangaben dokumentiert und alle Listen werden 4 Wochen aufbewahrt-
In der Notbetreuung herrscht Maskenpflicht.
Das Personal der OGS und unsere sozialpädagogische Fachkraft, Frau Kaller, übernehmen die Notbetreuung in zunächst zwei festen Gruppen (Jahrgang ½ und Jahrgang ¾). Schulobst und Mittagessen werden angeboten. Vormittags arbeiten die Kinder an ihren Wochenplänen und können im PC-Raum Anton- und Antolin-Aufgaben bearbeiten. In der übrigen Zeit stehen ihnen Bastel-, Spiel-, Lese- und Bewegungsangebote zur Verfügung.
Sollte weiterer Personaleinsatz notwendig werden, werden zunächst die Fachlehrer, dann die Vollzeitkräfte mit Klassenleitung und zuletzt erst die Teilzeitkräfte mit Klassenleitung eingeplant. Bei allen Planungen werden wir von dem Grundgedanken geleitet, die Anzahl der Kontakte gering zu halten.